Frage zur Closed-Circuit Life Supervision: Die Supervision gestaltete sich als möglichst korrekte Weitergabe der Interventionstechnik. Wird die Gegenübertragung des Therapeuten und überhaupt das Übertragungsgeschehen insgesamt in der Supervision nicht angesprochen?

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Die Supervision ist in der ISTDP ein komplexer Prozess, in welchem die kognitive Ebene wichtig ist, während die emotionale, überwiegend unbewusste Ebene sowohl des Patienten, als auch des Therapeuten und auch des Supervisors die Bühne des Geschehens darstellt. Der Supervisor … Weiterlesen

Verändert sich denn auch die Struktur durch eine ISTDP Sitzung oder ist das nur ein großer emotionaler Budenzauber? (G. Gottwik)

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Das Ziel der IS-TDP ist die multidimensionale intrapsychische und interpersonelle Strukturveränderung, keineswegs ein „emotionaler Budenzauber“. In der gegenwärtig laufenden Studie der Auswertung „subjektiver Interviews“ bewerten die Patienten das Erleben tiefer Emotionen als sehr entlastend, die Arbeit an ihren Widerständen als … Weiterlesen

Vortrag 3: Wie fühlen Sie mir gegenüber? Vom Sinn dieser unsinnigen Frage, Jahrestagung Berlin, 15.-17.9.17

Die Arbeit mit und das Bekenntnis zu der „berühmten Frage“ ist das Charakteristikum eines jeden IS-TDP-Therapeuten. Bin ich selbst als Therapeut in der Lage, diese Frage frei und offen zu stellen, oder empfinde ich die Frage  als „unverschämt“? Und was geschieht im Patienten, wenn wir ihn mit dieser Frage konfrontieren?

In dieser Intervention sind das emotions- und zugleich das  übertragungsfokussierte Arbeiten der IS-TDP vereint, ein sehr kraftvolles therapeutisches Instrument.

In unserem Vortrag werden wir die Auswirkungen dieser Intervention anhand von Videosequenzen demonstrieren und den Prozess erläutern. Dabei werden wir sehen, wie diese direkte Frage die Widerstände im Patienten erweckt und auf dem Boden einer ebenfalls entstehenden therapeutischen Allianz den Zugang zu dem Reservoir an verdrängten Gefühlen schafft.

Gerda Gottwik & Yvonne Hänsch

Live Closed-Circuit Supervision eines Erstinterviews, IS-TDP Jahrestagung Berlin, 15.-17.9.17

Das Erstinterview dient der dynamischen Diagnostik von Angsttoleranz, Abwehrmustern und einem ersten Erschließen der zugrunde liegenden verdrängten „psychopathogenen Kräfte“.

Beim Erstinterview unter Closed-Circuit Supervision wird der Therapieprozess zeitgleich mittels Videoübertragung vom Supervisor und weiteren Beobachtern im Nebenraum mit verfolgt. Nach jeweils etwa 20 bis 30 Minuten erfolgt eine kurze Pause im Prozess, in der die Therapeutin und die Supervisorin den bisherigen Verlauf analysieren. Anschließend setzt die Therapeutin die Arbeit mit detaillierten Vorschlägen fort.

Bei präzisem Umgang des Therapeuten (mittels ganz spezifischer Interventionen) mit Angst, Widerständen und wachsender bewusster und auch unbewusster therapeutischer Allianz kann der Patient die Widerstände bereits im Erstinterview überwinden und die dynamisch wirksamen pathogenen Kräfte körperlich erleben. Patienten erinnern dann bisher unverarbeitete Situationen ihrer Kindheit, die sie jetzt emotional durcharbeiten, versöhnen und ablegen können. Der gesamte Vorgang bis zum „Durchbruch ins Unbewusste“ ist weniger kognitiv gesteuert als erlebnishaft. Auch für den Therapeuten ist der Vorgang eher subcortical als kognitiv steuerbar

Deshalb ist das Erlernen der Technik der IS-TDP weniger über Bücher, sondern durch Üben unter Anleitung eines erfahrenen Therapeuten erlernbar. Die Supervision der Live Übertragung eines Erstinterviews , ergänzt durch Analyse des Prozesses durch den Supervisor, bietet hierzu auch für Beobachter eine besondere Gelegenheit.

Zielgruppe: alle
Teilnehmerzahl: max. 20

Therapeutin: Friederike Mohr-Nawroth
Supervisorin: Gerda Gottwik

Die bewusste und die unbewusste therapeutische Allianz – Einführung, Gerda Gottwik & Cordula Barte

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Obwohl Patienten zur Therapie kommen, um gesund zu werden, stellen sich im Arbeitsbündnis Widerstände ein, besonders gegen die Zusammenarbeit mit dem Therapeuten und damit gegen die entstehende emotionale Nähe. Frau Barthe wird einen Rückblick auf historische Beschreibungen der therapeutischen Allianz … Weiterlesen

Live-Supervision in Dresden, Januar und September 2014

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Im Januar und im September 2014 fanden live-Supervisionsblocks in Dresden statt. Neben KursteilnehmerInnen aus den bestehenden Weiterbildungsgruppen nahmen neu interessierte KollegInnen aus Dresden teil, die zuvor bereits ein Einführungsseminar oder ein themenbezogenes Seminar besucht hatten. Die Atmosphäre war offen, alle … Weiterlesen

Jahreskongress der DGPM in Berlin, 26.-29.3.2014

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Beim diesjährigen Jahreskongress der DGPM, Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, in Berlin-Dahlem vom 26. bis 29. März 2014 war für den „Filmraum“ ein einstündiger Videovortrag mit folgendem Titel angenommen worden: „Intensive Psychodynamische Kurzzeittherapie nach Davanloo. Präzisierung und damit … Weiterlesen

Zweitägige Einführung in die IS-TDP an der MDAP in Quedlinburg, 7.-8.2.2014

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Im Februar fand eine zweitägige Einführung in die IS-TDP an der mdap, Mitteldeutsche Akademie für Psychotherapie, statt, die seit 2004 Fort- und Weiterbildungskurse für psychologische Psychotherapeuten und psychotherapeutisch tätige Ärzte anbietet. Die zwanzig TeilnehmerInnen aller Altersstufen, überwiegend aus den neuen … Weiterlesen

Einführung mit Fall-Beispiel „Mona Lisa“, G. Gottwik

Thema des diesjährigen  7. Immersion Kurses der Deutschen Gesellschaft ist die „Mobilisierung der Übertragungskomponente des Widerstands“ als zentraler Faktor für die Wirksamkeit der IS-TDP nach Davanloo. Der Umgang mit dem Übertragungswiderstand fordert beim Patienten in hohem Maß die bewusste und Unbewusste Therapeutische Allianz (UTA) heraus, beim Therapeuten seine Fähigkeit, sich beim Patienten als Projektionsfläche anzubieten und uneingeschränkt emotionale Nähe zuzulassen. Diese Fähigkeit trägt als „Wirksamkeitsfaktor Therapeut“ wesentlich zum Gelingen der IS-TDP bei. Die Mobilisierung, das Aufgreifen und die Überwindung der aktualisierten Übertragungskomponente eines Charakterwiderstands findet Anwendung in der IS-TDP nach Davanloo für Patienten, die überwiegend an neurotischen Störungen leiden und hat besonderes Gewicht in der intensiveren Therapieform, der Mobilisierung des Unbewussten und IS-TDP nach Davanloo, für Patienten, die in den ersten Lebensjahren traumatisiert sind.

Das Aufgreifen und Überwinden der Übertragungskomponente eines Charakterwiderstands soll am Beispiel einer Patientin demonstriert werden, die dabei war, eine langjährige Beziehung auf Spiel zu setzen, in der es „nie Konflikte“ gegeben hatte. Es wird gezeigt, wie die Therapeutin im Erstgespräch die anhaltende Zurückhaltung der Patientin mit ihrem beständig freundlichen Lächeln (Mona Lisa) als therapieresistente Haltung zum Thema macht.

Einführung, G. Gottwik

In der Einführung soll zunächst für ein Überblick über die wichtigsten metapsychologischen und technischen Grundlagen der IS-TDP vermittelt werden.

Dann werden verschiedene Formen von Übertragungserscheinungen beschrieben.

Im Hauptteil wird aufgeführt, wie in der IS-TDP Übertragung gefördert, erkannt und aufgegriffen wird. Insbesondere wird der Begriff „Übertragungskomponente des Widerstands“ (englisch „Transference Component of the Resistance –TCR“) erklärt. Es wird geschildert, wie der Therapeut ein Erschließen des Unbewussten über die Übertragungswiderstände und Übertragungsgefühle erwirkt.

Verschiedene Formen der Mobilisierung des Unbewussten: durch vertikal oder horizontalen Anstieg der Übertragung wird ein mehr oder weniger ausgedehntes Erschließen erzielt.

Übertragungswiderstand in Form von gewohnheitsmäßiger Angstabfuhr durch Kichern, G. Gottwik

Am Beispiel der 6. Sitzung mit einer Patientin mit überwiegend zwanghafter Persönlichkeitsstörung und ausgeprägtem Widerstand gegen emotionale Nähe in ihrer Persönlichkeitsstruktur werden Ausschnitte aus der 6. Sitzung der Therapie gezeigt.

Durch konsequentes Fokussieren auf die Widerstände in der Übertragung kommt hinter der kichernden Fasade schließlich die Angst der Patientin zutage, ihre Angst zu verletzen oder verletzt zu werden – die sich als Mischung zwischen verdrängter Realangst vor den Schlägen der Mutter und Signalangst vor ihrer mörderischen Wut herausstellt.

Auch bei dieser Patientin überwiegt der Impuls zu verletzen weitaus dem erlebten Verletzt-werden. Es wird ihr schließlich bewusst, dass ihre Schuldgefühle die Hauptursache für ihr eigenes isoliertes Leben sind.

Einführung, G. Gottwik

Die Einführung soll einen Überblick über Theoretische Konzepte von Davanloo’s Intensiver Psychodynamischer KZT vermitteln. Der Überblick ist gedacht sowohl für die bereits mit der Methode vertrauten, als auch für Kollegen, die zum ersten Mal näher Kontakt mit der IS-TDP aufnehmen. Behandelt werden u.a. folgende Themen: Neuester Stand der Formen der IS-TDP, dynamische Diagnostik, Parameter des Unbewussten, wie aus Abwehr Widerstand wird, Konzeptualisierung der „Landschaft des Unbewussten“, Metapsychologie von Widerstand und Unbewusster Therapeutischer Allianz, Technik des Zugangs zum Unbewussten, therapeutische Ziele der IS-TDP. Für detailliertere Ausführungen zum Thema Angst, Abwehr und Widerstand wird auf die folgenden Einzelvorträge verwiesen.

Dr. Gerda Gottwik

Angst und Abwehr bei Sitzungsbeginn, G. Gottwik

Es werden Videoaufnahmen von einer Reihe von Erstkontakten gezeigt. Durch Aneinanderreihung der ersten Minuten mit verschiedenen Patienten soll vermittelt werden, wie verschieden Patienten zum Erstkontakt kommen bezüglich Angst, Abwehr oder Übertragung. Anhand der kurzen Ausschnitte werden zuerst diese verschiedenen Parameter bei jedem der Beispiele detailliert kommentiert und die Beispiele dann noch einmal im Überblick gezeigt.

Dr. Gerda Gottwik

G. Gottwik: Einführung in Metapsychologie und Technik der Intensiven Psychodynamischen Kurzzeittherapie nach Davanloo

Einführungsvortrag beim Würzburger Metapsychologie-Kurs 2011 von Gerda Gottwik

Zusammenfassung:  Der vorliegende Aufsatz gibt eine grobe Übersicht über einige Aspekte der        IS-TDP nach Davanloo  und dient als Einführung für eine Serie von Aufsätzen, die  sich dem speziellen Thema der technischen Interventionen „Druck, Herausforderung, Head-On Collision“ widmen.

Ausgeführt werden Themen wie die „dynamische Diagnostik“ als Voraussetzung der Anwendung dieser Interventionen, Formen der IS-TDP bzw. der „Mobilisierung des Unbewussten und IS-TDP“, Davanloo’s Spektrum der neurotischen Erkrankungen, Entwicklung und Struktur der Neurose, Zentraldynamische Sequenz, Therapieverlauf, Indikationen und Kontraindikationen,  Ziele der IS-TDP: Multidimensionale intrapsychische und interpersonelle Strukturveränderungen. Im 2. Teil folgt ein klinisches Beispiel, kommentierte Dialoge aus einer Verlaufssitzung bei einem 46jährigen Patienten mit Burnout.


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