Verändert sich denn auch die Struktur durch eine ISTDP Sitzung oder ist das nur ein großer emotionaler Budenzauber? (I. Orbes, A. Schmitt)

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Bei weniger gestörten Patienten, also bei Patienten, die beziehungstraumatisierende Erfahrungen nach dem 5. Lebensjahr gemacht haben, kann es innerhalb einer Sitzung zu Strukturveränderungen kommen. Damit sind Strukturveränderungen auf drei Ebenen gemeint: Die Ebene der Angst, die Ebene der Abwehr und … Weiterlesen

Vortrag 6: IS-TDP und Patienten mit Migrationshintergrund, eine probatorische Sitzung und die Anwendung des Fragebogens zur Qualitätssicherung, Jahrestagung Berlin, 15.-17.9.17

Die Veränderungen in unserer Gesellschaft werfen auch für Psychotherapeuten neue Fragen auf:

  • Welche psychotherapeutische Vorgehen erreichen auch Menschen mit Migrationshintergrund?
  • Ist die IS-TDP mit ihrer kontinuierlichen Widerstandsanalyse, ihrer offensiven Arbeit in der Übertragung und ihrem direktem Zugang zum Unbewussten auch zur Behandlung von Patienten mit anderem kulturellen Kontext geeignet?

In diesem Workshop wird eine probatorische Sitzung aus der Therapie mit einem 38-jährigem Ingenieur aus Pakistan gezeigt, der nach einer schweren depressiven Krise und mehrwöchiger stationären Behandlung in einer psychiatrischen Klinik zur Psychotherapie kam.

Außerdem werden die Teilnehmern im Rahmen der Fallvorstellung in die Anwendung des Fragebogens zur Qualitätssicherung in der ISTDP eingeführt.

Ingrid Orbes & Michelle Brehm

Vortrag und Videopräsentation in Malente-Gremsmühlen, 30.8.2014

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Die Norddeutsche Gesellschaft für angewandte Tiefenpsychologie (NGaT) ist eine Fachgesellschaft für Psychotherapeut-Innen, die seit mehr als 45 Jahren der Fortbildung, Qualitätssicherung und dem Erfahrungsaustausch dient. In den monatlichen Treffen finden Fortbildungszertifizierte Supervisions-, Intervisions- und Balintgruppen statt sowie Vorträge und Workshops. … Weiterlesen

Mobilisierung der Übertragungskomponente des Widerstands bei einem Patienten mit früher Traumatisierung, I. Orbes

Intensive Gefühle, die Angst machen, weil sie schmerzlich oder inakzeptabel sind, werden verdrängt und stellen im Unbewussten ein Reservoir dar, das pathogen wirkt.

Über die Mobilisierung der TCR werden diese Gefühle getriggert und nach Überwinden von Abwehr und Widerstand dem Durcharbeiten zugänglich.

Ausschnitte einer Sitzung mit einem 38jährigen Patienten, der nach einer schweren, stationär behandelten Depression in IS-TDP kam, zeigen Abwehr, Mobilisierung der TCR und Durchbruch ins Unbewusste.

Erstinterview eines Patienten mit chronischer Depression und destruktivem Beziehungsmuster, I. Orbes

Intensive Gefühle, die Angst machen oder inakzeptabel sind, werden mit Hilfe verschiedener Abwehrmechanismen verdrängt und im Unbewussten gehalten. Diese Konglomerate aus Schmerz, reaktiver mörderischer Wut und Schuldgefühlen werden hinter einer „Mauer aus Widerstand gegen Nähe“ verborgen und isolieren das Individuum. Diese Widerstände wirken sich aber auch zerstörend in zwischenmenschlichen Beziehungen aus und dienen neben der Abwehr von Nähe der Abfuhr negativer Gefühle.

Ausschnitte aus einem Erstinterview eines 60 jährigen Patienten mit chronisch depressiver Symptomatik und passiv-aggressivem Beziehungsmuster zeigen einen ersten Durchbruch ins Unbewusste.

Phänomenologie von Angst und Abwehr, I. Orbes

Die Phänomenologie der Angst ist das wichtigste Diagnostikum schon im Erstkontakt mit dem Patienten. Auch im weiteren Verlauf der Therapie bestimmt sie das Vorgehen.

Je nach Reifegrad der Ich-Struktur kanalisieren Patienten ihre unbewusste Angst über  Kanäle der quergestreiften oder glatten Muskulatur oder über Ichfunktionen wie Kognition,  Perzeption und anderen Steuerungsfunktionen.

Neben theoretischen und metapsychologischen Ausführungen wird anhand von Ausschnitten von Therapiesitzungen Phänomenologie und Umgang mit Angst dargestellt.

Dr. Ingrid Orbes


Katamnese, I. Orbes

Ziel der IS-TDP ist es, multidimensionale Strukturveränderungen zu erreichen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Verbesserung oder Auflösen der Symptomatik
  • Wahrnehmen und Umgang mit unbewusster Angst und mit den eigenen Gefühlen
  • Kennenlernen der Abwehr und Veränderung von destruktiven  Abwehrmechanismen
  • Versöhnung mit den Introjekten und meist auch den realen Bezugspersonen
  • Erkennen der eigenen Grenzen und für deren Akzeptanz sorgen
  • Erkennen und Fördern der eigenen Fähigkeiten u.a.m

Nach einer theoretischen Einführung werden zwei Katamnesen gezeigt, welche die in der Therapie erreichten multidimensionalen Strukturveränderungen deutlich machen.

Dr. Ingrid Orbes