Workshop 8: Die Mobilisierung von komplexen, v.a. negativen Übertragungsgefühlen – theoretische und praktische Aspekte in der IS-TDP, Jahrestagung Berlin, 15.-17.9.17

„Ich könnte tierisch kotzen!“ – vom Übel therapeutische Hilfe zu benötigen, der Nutzung und Mobilisierung komplexer und insbesondere negativer Übertragungsgefühle zu Beginn einer psychodynamischen Kurzzeitherapie nach Davanloo. Einführender Vortrag mit Videopräsentation.

Zielgruppe: Anfänger

Harald Posininsky

Workshop 14: Rollenspiel, Jahrestagung Berlin, So 17.9.17 11:00-12:30

Als Teilnehmer dieses Workshops können Sie ausprobieren, wie es sich anfühlt, entweder in der Therapeutenrolle die Frage „Wie fühlen Sie mir gegenüber?“ zu stellen oder sie in der Patientenrolle gestellt zu bekommen. In der Patientenrolle schlüpfen Sie in die Widerstände und Ängste Ihres Patienten und nähern sich ihm auf einer tieferen Erfahrungsebene. Sie erleben, wie schnell der Zugang zur pathogen wirksamen Dynamik sein kann und erhalten nebenbei auch wertvolle Hinweise für die weitere Therapie mit Ihrem Patienten. In der Therapeutenrolle machen Sie unter Anleitung erste Erfahrungen mit IS-TDP-spezifischen Interventionen.

Zielgruppe: alle
Teilnehmerzahl: max. 20

Harald Posininsky

Von den ersten wegweisenden Entdeckungen zur systematischen Mobilisierung der bw-ubw Therapeutischen Allianz mit Fallbeispielen zu deren Phänomenologie, Harald Posininsky

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Im Bemühen um eine Intensivierung und Verkürzung des therapeutischen Prozesses stieß Habib Davanloo auf die bedeutende Kraft der UTA (unbewusste therapeutische Allianz), deren Ansprechbarkeit im Zentrum seiner weiteren Forschung stand. Der Weg führt uns von den historischen Wurzeln zur gezielten … Weiterlesen

Die Rolle und Entwicklung der UTA bei der multidimensionalen Strukturveränderung des „Zimmermanns“, H. Posininsky

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Der Zimmermann, die vier Monate dauernde Kurzzeittherapie eines erheblich traumatisierten, depressiven und wiederkehrend auch suizidalen Patienten! Es soll dabei schrittweise gezeigt werden wie multidimensionale Strukturveränderungen mit IS-TDP im Prozess eingetreten sind. Besonders soll die Rolle der Therapeutischen Allianz, hiervon insbesondere die … Weiterlesen

Der Zimmermann – Kasuistik einer IS-TDP-Kurzzeittherapie bei einem Patienten mit Depression, Suizidalität, somatoformer Erschöpfung und Insomnie, H. Posininsky

Falldarstellung: IS-TDP mit 25 Sitzungen bei einem Patienten mit Depressionen, Suizidalität, vegetativer Erschöpfung und Schlafstörungen. In der Vorgeschichte finden sich offene Traumata: eine frühe Trennungserfahrung und sexueller Missbrauch durch einen Nachbarsjungen. Es wird insbesondere Davanloo`s Metapsychologie anhand der Übertragung auf den Therapeuten diskutiert. Die Kommentare des Patienten zum Therapieverlauf und zu seiner unbewussten pathogenen Dynamik zu unterschiedlichen Zeitpunkten sind angefügt.

Der angepasste Charakter und pathologische Trauer, H. Posininsky

Vorgestellt wird die Problematik und IS-TDP-Behandlung eines ca. 40 jährigen Patienten mit zwanghaft – dependenten Charaktermerkmalen, ängstlicher Selbstunsicherheit und Symptomstörungen (u.a. burn-out).  Abgrenzungs- und Entscheidungsschwäche sowie Zwänge hatten zu schwerwiegenden psychosozialen Problemen geführt.

Der chronische Partnerkonflikt steht in innerem Zusammenhang mit einem  pathologischen Trauerprozess (Verlust der Mutter vor vielen Jahren) Dieser ist verkapselt und mit komplexen und selbstdestruktiven Abwehren belegt, insbesondere auch zwanghafter Angepasstheit, welche bereits charakterlich verankert ist. Dies und die erreichten Veränderungen werden zur weiteren Diskussion dargestellt.