Workshop A: Der Schatten der Kindheit: Die Auflösung ödipaler Fixierung bei intergenerationalem sexuellem Mißbrauch, M. Brehm & G. Gottwik

Sexuelle Missbrauchserfahrungen und andere Bindungstraumata sind wesentliche Risikoerfahrungen für die Entstehung psychischer und psychosomatischer Störungen, wie empirisch gut belegt ist. Die Folge von  sexuellen Übergriffen oder auch emotionalem Missbrauch in der Kindheit ist häufig eine ödipale Fixierung an die frühe Bezugsperson.

In diesem Workshop kann anhand von Videoaufnahmen  eines Patienten mit Beziehungsstörungen, Panik und Depression und einer schweren transgenerationalen Missbrauchsproblematik der Therapieprozess miterlebt werden. Die traumatisierte Mutter wurde selbst missbräuchlich, was zur sexuellen Fixierung des Patienten auf die Mutter führte.

Der Fokus dieser Fortbildung wird auf dem Umgang mit sexuellen Gefühlen in der Therapie liegen. Davanloo hat Behandlungstechniken entwickelt, um die zugrunde liegende Dynamik zu aktivieren und durchzuarbeiten. Besonderer Wert wird darauf gelegt, zu zeigen, wie sich im Übertragungs-Gegenübertragungsgeschehen die transgenerationalen Übertragungsmuster wiederholen und aufgelöst werden können und sich damit auch die ödipale Fixierung löst.

Für Fortgeschrittene!

Workshop B: Patienten aus anderen Kulturkreisen, I. Orbes

Ist die IS-TDP mit ihrer kontinuierlichen Widerstandsanalyse, ihrer offensiven Arbeit in der Übertragung und ihrem direkten Zugang zum Unbewussten auch zur Behandlung von Patienten mit anderem kulturellen Kontext geeignet?

In diesem Workshop wird eine probatorische Sitzung aus der Therapie mit einem 38jährigen Ingenieur aus Pakistan gezeigt, der nach einer schweren depressiven Krise und mehrwöchigen stationären Behandlung zur Psychotherapie kam.

Workshop C: Projektive Angst bei einer 25jährigen Frau mit Panikattacken, A. Schmitt

Im 2-teiligen Workshop (C1 am Freitag und C2 am Samstag) sollen die Zusammenhänge zwischen Projektion, Über-Ich-Widerstand und projektiver Angst dargestellt werden sowie die katastrophalen Folgen, wenn die projektive Angst von Eltern zu destruktivem traumatisierendem Verhalten den Kindern gegenüber führt. Videoausschnitte aus dem Erstinterview sowie der 6. Sitzung einer jungen Frau mit Angst- und Panikstörung sollen dies verdeutlichen.

Für Fortgeschrittene