Abstracts Workshops JT 21.06.2026 Sonntag

Workshop 7 – Über Kontinente: Transgenerationale Traumadynamik

Eine Patientin leidet unter Depressionen, traumatischen Kindheitserfahrungen mit transgenerationalen Verstrickungen. In der eigenen Familie bestehen massive Spannungen mit dem psychisch erkrankten Sohn. Trotz starker intellektualisierender Abwehr gelingt in der ersten ISTDP-Sitzung ein Durchbruch ins Unbewusste, der ihr eine überraschende Versöhnung mit ihrem Sohn im Realleben ermöglicht. Der Fall zeigt, wie gezielte Interventionen den Widerstand sichtbar machen und den Zugang zu tiefen emotionalen Erfahrungen eröffnen sowie unmittelbare Auswirkungen in der Lebenswelt haben können.

18. Jahrestagung 19.-21.06.2026: Workshop 7 am Sonntag 21.06.2026 von Ina Sprenger

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Workshop 8 – Konversion als Widerstand gegen Nähe und Gefühle – Die Frau mit dem gelähmten Arm

Die 18-jährige Patientin hatte seit 6 Monaten nach einer neurochirurgischen Intervention am Hals eine schlaffe Lähmung des linken Armes. Sämtliche durchgeführten Untersuchungen auch stationär, brachten keine befriedigende Erklärung und ergaben somit keinen Therapieansatz.

Die Patientin stellte sich vor mit der Frage, ob es einen psychotherapeutischen Ansatz geben könnte.

Der Einstieg in die Übertragungsbeziehung ermöglichte das Aufdecken diverser Widerstände gegen Nähe und schließlich durch Anstieg der TCR im 2. Durchbruch die vollständige Auflösung der Lähmung im Arm und ein Erleben von Wut und Schuld dem Vater gegenüber.

Im Workshop wird die komplette Stunde vorgestellt und ein Outcome nach weiteren Therapiesitzungen.

18. Jahrestagung 19.-21.06.2026: Workshop 8 am Sonntag 21.06.2026 von Maria Lindner

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Workshop 9 – Das, was man normalerweise nicht sieht – Widerstand der Depersonalisation/Derealisation, Teil II

Die Depersonalisations-Derealisationsstörung (DDS) ist mit einer Prävalenz von 1% in der Allgemeinbevölkerung häufig. Betroffene fühlen sich die meiste Zeit abgetrennt von sich selbst (Depersonalisation, DP) und ihrer Umwelt (Derealisation, DR). Die DDS verläuft meist chronisch und therapieresistent. Schwere DP/DR gilt als negativer Prognosefaktor für
das Ansprechen auf Psychotherapie oder Psychopharmakotherapie.

In diesem Workshop werden Videoausschnitte aus der ISTDP-Behandlung eines Patienten gezeigt, der an einer DDS leidet. Die Therapeutin (Michelle Brehm) und Mathias Michal kommentieren und diskutieren diese Fallvignette gemeinsam mit den TeilnehmerInnen.

Die Workshops 6 und 9 sind zwei Teile zum Thema Depersonalisation/Derealisation. In beiden Workshops wird ein Behandlungsfall gezeigt, am Samstag ein Fallvignette von Gerda Gottwik, am Sonntag von Michelle Brehm. Es ist also durchaus möglich, nur an einem Teil teilzunehmen. Möchten Sie vertieft in die Materie eintauchen, können Sie beide Workshops belegen.

18. Jahrestagung 19.-21.06.2026: Workshop 9 am Sonntag 21.06.2026 von Matthias Michal und Michelle Brehm

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