Autorenname: Katharina Krämer

„Mich kriegt der Krebs nicht!“ – Erstinterview

Vorgestellt wird die Behandlung einer 61-jährigen Patientin mit depressiver Symptomatik nach schwerer onkologischer Vorerkrankung. Sie hatte sieben Jahre zuvor aufgrund eines genetischen Risikos eine Brustkrebserkrankung mit operativer Entfernung von Eierstöcken und Brüsten sowie Chemo- und Strahlentherapie durchlebt. Die Patientin beschreibt sich als stets leistungsfähig und emotional belastbar; eigene Bedürfnisse und Schwäche wurden konsequent zurückgestellt. Affektiver Ausdruck, insbesondere von Angst und Trauer, war stark eingeschränkt. Auslöser der aktuellen Krise war die kürzlich diagnostizierte Vorstufe eines malignen Melanoms, nach der sie sich als emotional überfordert erlebte und mit dem Anliegen Hilfe suchte, dass „es so nicht weitergehen“ könne.

Im Video wird die erste IS-TDP-Sitzung gezeigt. Durch Fokus auf das Erleben der Gefühle in der Übertragungsbeziehung kann in der Sitzung ein Durchbruch ins Unbewusste erzielt werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kann die Patientin Schuld-, Trauer- und liebevolle Gefühle gegenüber ihrer Mutter erleben, die vor 35 Jahren an Brustkrebs verstorben war. Der therapeutische Prozess setzt sich in der Folgesitzung fort, aus der ebenfalls Sequenzen gezeigt werden. Den Abschluss bildet eine spontane Zwischenbilanz der Patientin nach acht Sitzungen, welche subjektiv erlebte Veränderungen und zentrale therapeutische Wirkfaktoren verdeutlicht.

18. Jahrestagung 19.-21.06.2026: Vortrag am Freitag 19.06.2026 von Katharina Krämer

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Workshop 5: Verantwortung für die eigenen Gefühle übernehmen: Depressive Patientin mit transgenerationaler Übertragungsneurose

Die 54-jährige Patientin leidet an wiederkehrenden depressiven Episoden, wegen derer sie bereits mehrfach in psychotherapeutischer Behandlung war. Neben den depressiven Symptomen besteht das größte Problem der Patientin darin, dass sie sich im Kontakt mit anderen Menschen klein macht und keine Verantwortung für ihre eigenen Gefühle übernimmt. Dadurch erlebt sie sich häufig als Opfer, während sie den anderen Menschen Vorwürfe macht und diese anklagt.

Im Video wird die 68. Sitzung der Therapie gezeigt. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits deutliche Verbesserungen der depressiven Symptomatik sowie der destruktiven Muster und interaktionellen Defizite eingetreten. Weiterhin stellt jedoch die Angst vor Nähe – vor allem in der Beziehung zur Mutter – eine große Hürde für die Patientin dar. Durch Fokus auf das Erleben der Gefühle in der Übertragungsbeziehung kann in der Sitzung ein Durchbruch ins Unbewusste erreicht werden. Es gelingt der Patientin, Schuld- und Trauergefühle sowie liebevolle Gefühle zur Mutter zu erleben.

K. Krämer

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