Wann bin ich frei? – Umstrukturierung im Prozess, W. Malin

Der Begriff von Freiheit hat bei Davanloo eine zentrale Bedeutung. Er ist der Überzeugung, dass Schuldgefühle die Fesseln sind, die einen Menschen im inneren Gefängnis halten. Zu dieser Einsicht gelangte er durch die Beobachtung zahlreicher signifikanter Reaktionen seiner Patienten in der therapeutischen Situation selbst, aber auch durch ergänzende Hypothesen, die er  wiederum weiter untersuchte.

Wie umfassend der Begriff von Freiheit sein kann, sagt ein  Patient mit folgenden Worten, als wir uns ein Jahr nach Therapieende zu einem Nachgespräch treffen:

„….dass ich frei bin, dass ich nicht mehr wie ein gequälter Mensch durch das Leben gehe, wie ein Roboter, der nur funktioniert, dass ich wieder lachen kann, dass ich wieder den Blick für die schönen Dinge im Leben habe, mich nicht mehr selbst so bemitleide, oder sobald das Gespräch auf meine Vergangenheit kommt, ich wieder zum Oper werde, zu einem Häuflein Elend.“

In meinem Vortrag versuche ich der Frage nach zu gehen, wie der therapeutische Prozess der Befreiung möglich wird.  An Hand von Videoausschnitten aus dem Anfang, der Mitte und dem Ende des Therapie soll auf gezeigt werden, dass der Pat das Ziel erreicht, durch fortwährende Stabilisierung und Erweiterung seiner Fähigkeiten sich den abgewehrten Gefühlen zu stellen, die ihn in ungeahnte Tiefen seines Unbewussten führen und ihn schließlich befähigen, sich mit seinem Schicksal des geschlagenen kleinen Jungen zu versöhnen.

„Gelingt es diese Wut durch zuarbeiten, kann der Patient ein Leben in Freiheit führen.“ (Zitat. Habib Davanloo)


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