Autorenname: Deutsche Gesellschaft für IS-TDP

Der Zimmermann – Kasuistik einer IS-TDP-Kurzzeittherapie bei einem Patienten mit Depression, Suizidalität, somatoformer Erschöpfung und Insomnie, H. Posininsky

Falldarstellung: IS-TDP mit 25 Sitzungen bei einem Patienten mit Depressionen, Suizidalität, vegetativer Erschöpfung und Schlafstörungen. In der Vorgeschichte finden sich offene Traumata: eine frühe Trennungserfahrung und sexueller Missbrauch durch einen Nachbarsjungen. Es wird insbesondere Davanloo`s Metapsychologie anhand der Übertragung auf den Therapeuten diskutiert. Die Kommentare des Patienten zum Therapieverlauf und zu seiner unbewussten pathogenen Dynamik zu unterschiedlichen Zeitpunkten sind angefügt.

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Metapsychologiekurs 2013 in Würzburg

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir haben jetzt erste Informationen zum diesjährigen Metapsychologiekurs in Würzburg online gestellt. Das Onlineformular zur Anmeldung steht auch bereit.

Dieses Jahr wird der 6. Immersion Course – Metapsychologie und Technik der IS-TDP im Haus Klara (Kloster Oberzell) stattfinden. Wir haben das ganze Tagungshaus für uns alleine.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

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IS-TDP Newsletter 4-2012

Am 22.11.2012 wurde unser neuer Newsletter, der vierte in 2012 verschickt. Wenn Sie ihn nicht bekommen haben, obwohl Sie ihn abonniert haben, dann überprüfen Sie doch mal Ihren Spamordner.

Auf unserer Seite Newsletter finden Sie ein Archiv aller bisherigen Newsletter.

Wenn Sie noch Fragen oder Anregungen zu unserem Newsletter haben, schreiben Sie uns:

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Zwei aktuelle Veröffentlichungen zur IS-TDP nach Davanloo in der Zeitschrift „Die Psychodynamische Psychotherapie“

Im Heft Nummer 3 Ausgabe 2012 der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift „Die Psychodynamische Psychotherapie“ finden sich zwei aktuelle Artikel über die Intensive Psychodynamische Kurzzeittherapie nach Davanloo. Die Zeitschrift erscheint im Schattauer Verlag. Nähere Angaben finden Sie, wenn Sie den Links folgen:

Die Technik der Intensiven Psychodynamischen KZT nach Davanloo
Der Artikel von Gerda Gottwik, Ingrid Orbes und Angela Schmitt geht auf die Grundlagen der IS-TDP und die Technik von Druck, Herausforderung und Head-on Collision ein.

Kasuistik – Würmchen im Morast und Flaschenteufel
Die Kasuistik ergänzt und erhellt die Einführung des ersten Artikels.

 

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Wenn Patienten aufgeben, ergibt sich dann eine negative Reaktion?

Nach Davanloo ist jeder Patient, der aus freiem Willen zu uns kommt, zumindest teilweise bereit ist, an sich zu arbeiten (bewusstes Arbeitsbündnis). Natürlich kommt jeder Patient auch mit Widerstand und dem ihm eigenen lebensverhindernden Abwehrsystem. Die Aufgabe des Therapeuten besteht darin,  ein Bündnis mit der lebensbejahenden hoffnungsvollen Kraft im Patienten, der Unbewussten Therapeutischen Allianz (UTA) aufzubauen.

Eine negative therapeutische Reaktion erfolgt, wenn es nicht gelingt, die UTA so sehr für die gemeinsame Arbeit zu gewinnen, dass sie den Widerstand überwiegt – oder wenn die bewusste therapeutische Allianz nicht gefestigt ist.

Das kann verschiedene Ursachen haben. Eine Ursache könnte z. B. auch im Verhalten des Therapeuten liegen. Die IS-TDP kann nicht die Allmachtfantasien eines Therapeuten erfüllen. Will der Therapeut den Zugang zum Unbewussten erzwingen, statt „in tune“ mit dem Unbewussten des Patienten zu arbeiten, wird eine negative Reaktion im Patienten die Folge sein – er wird berechtigten Ärger auf seinen Therapeuten entwickeln und eventuell die Therapie abbrechen. Ein weiterer Behandlungsfehler könnte daher rühren, dass der Therapeut seinerseits Widerstand einbringt und den Arbeitsprozess damit zum Erliegen bringt. Ein häufiger Abwehrmechanismus seitens des Therapeuten wäre zum Beispiel projektive Angst.

Um eine positive Entwicklung in der Therapie zu erreichen, bedarf es auch der Entschlossenheit des Patienten mit seinem Unbewussten aufzuräumen, bzw. sein Leben zu ändern. Ein Patient, der nicht den Willen hat, diesen Weg zu gehen, weil er seinen Krankheitsgewinn nicht aufgeben kann oder will, wird seine Therapie auch nicht erfolgreich für sich nutzen können.

Selbstverständlich ist, dass auch die IS-TDP – wie jede andere Psychotherapie-Methode auch – nicht jedem Patienten helfen kann. Eine realistische Selbsteinschätzung der  eigenen fachlichen Kompetenz und der Änderungsmöglichkeiten des Patienten von seiten des Therapeuten helfen im Vorfeld, die Gefahr eines Scheiterns für beide, aber vor allem für den Patienten, so gering als möglich zu halten.

Wenn Patienten aufgeben und die Therapie abbrechen, gehen sie mit einem Gefühl der Niederlage und mit einem Gefühl von Ärger auf den Therapeuten. Wenn das geschehen sollte, ist es selbstverständlich, dass der Therapeut keine Schuldzuweisungen an den Patienten vornimmt.

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IS-TDP auf dem Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Für den Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 2013 (6.-9. März 2013) ist wieder ein Workshop zur IS-TDP nach Davanloo vorgesehen.

Zudem ist ein Hauptvortrag zur IS-TDP („Evidence for Short-term Psychodynamic Psychotherapy“, Allan Abbas, Hallifax) angekündigt.

Halten Sie sich hier auf dem Laufenden: Website des Deutschen Kongresses für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (www.deutscher-psychosomatik-kongress.de)

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IS-TDP-Workshop bei den Lindauer Psychotherapiewochen 2013

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass nächstes Jahr in der ersten Lindauer Psychotherapiewoche vom 14.-19.April zwei IS-TDP- Workshops stattfinden werden mit je 1 Doppelstunde über insgesamt 5 Tage.

(Dozenten: Dr. I. Ostertag, Dr. G. Gottwik)

Das ausführliche Programm wird ab Januar 2013 verschickt.
Es ist möglich, sich für die Zusendung des Programms anzumelden unter
www.lptw.de
Es ist ratsam, rechtzeitig zu planen – auch wegen der Unterkunft!

Wir würden uns über rege Teilnahme freuen!

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Metapsychologiekurs in Würzburg, 1.-3.6.2012: Abstracts

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Neue FAQ

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Die Charakterabwehr der Unterwerfung – eine Falldarstellung mit Videodemonstration, W. Malin

Masochismus ist ein Phänomen der Wiederholung, des steten Wiederholens und Reproduzierens von Schmelzerfahrungen und Schuldempfinden. Masochismus entspricht einem fortlaufenden innerpsychischen Strafbedürfnis.

Die ungelöste Beziehung zu ihrer Mutter macht die Patientin, die vorgestellt werden soll, zu einer, wie sie es selbst nennt, Duckmäuserin. Die Patientin unterwirft sich den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen, von denen sie meint, geliebt zu werden.

Die allen masochistischen Arrangements inhärente Dynamik von vorauseilender Schuld und Unterwerfung stellt sich dem psychotherapeutischen Zugriff erschwerend entgegen. Denn es wird innerpsychisch angestrebt, die erlebte Schuld mit Leiden auszugleichen. Die Angst vor dem Rächer im Unbewussten begünstigt die Ausbildung eines masochistischen Charakters und bewirkt und modelliert das erlebte Trauma immer wieder aufs neue.

An Hand des Videomaterials soll demonstriert werden, was Davanloo unter dem Begriff „Rächer im Unbewussten“ und der daraus resultierenden Abwehr der Unterwerfung versteht. Es handelt sich bei der Videodemonstration um ein Live-Interview der Referentin mit Dr. Davanloo. Ganz besonders interessant ist, wie Davanloo als Supervisor dieses Falles technisch mit Angst, Abwehr und Widerstand umgeht. Die unmittelbare Wirkung der technischen Interventionen (Druck, Challange und HOC) auf Angst, Abwehr, Widerstand gegen emotionale Nähe und auf den Hauptwiderstand der Paralyse wird in dem vorgestellten Video deutlich nachvollziehbar.

Dr. Waltaud Malin

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Der angepasste Charakter und pathologische Trauer, H. Posininsky

Vorgestellt wird die Problematik und IS-TDP-Behandlung eines ca. 40 jährigen Patienten mit zwanghaft – dependenten Charaktermerkmalen, ängstlicher Selbstunsicherheit und Symptomstörungen (u.a. burn-out).  Abgrenzungs- und Entscheidungsschwäche sowie Zwänge hatten zu schwerwiegenden psychosozialen Problemen geführt.

Der chronische Partnerkonflikt steht in innerem Zusammenhang mit einem  pathologischen Trauerprozess (Verlust der Mutter vor vielen Jahren) Dieser ist verkapselt und mit komplexen und selbstdestruktiven Abwehren belegt, insbesondere auch zwanghafter Angepasstheit, welche bereits charakterlich verankert ist. Dies und die erreichten Veränderungen werden zur weiteren Diskussion dargestellt.

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Wie geht man in der IS-TDP mit selbstverletzendem Verhalten um?

Selbstverletzungen sollten als selbstdestruktives Symptom gesehen werden. Der Patient wird damit vertraut gemacht, dass dieses Symptom als Ausdruck für tiefer liegende destruktive Gefühle zu sehen ist. Er wird motiviert, sich in der Therapie auf diese Gefühle einzulassen und diese mit dem Therapeuten durchzuarbeiten.

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Es geht in der IS-TDP immer um verdrängte, nicht erlebte Wut. Gibt es auch andere Konfliktbereichte, die mit dieser Methode bearbeitet werden können? Z. B. Scham oder Konflikte, die mit erotischen Gefühlen zu tun haben?

Oberflächlich betrachtet scheint es in der IS-TDP vor allem um wütende Gefühle zu gehen. Im Verlauf des Durcharbeitens der unbewussten pathogenen Organisation tauchen nacheinander die unter der Wut liegenden gemischten Gefühle auf : Schuldgefühle sowie liebevolle, zärtliche und erotische Gefühle .Letztlich sind Vergebung, Annäherung, Mitgefühl und das Entdecken der verschütteten liebevollen Gefühle Hauptziel der Therapie.

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Ist die Gefahr nicht groß, dass angepasste, gehorsame Patienten sich in der IS-TDP der Vorgehensweise der Therapie anpassen und „gehorsam wütend werden“, also manipuliert werden?

Der Therapeut muss -wie in jeder anderen Therapie auch- den Patienten dort abholen, wo er ist und auf die Gefühle fokussieren, die der Patient gerade fühlt.

Wenn er auf Grund von Omnipotenz-Bedürfnis, aus Rechthaberei oder auch aus Fehleinschätzung auf seiner Meinung beharrt und den Prozess dementsprechend lenken also manipulieren will, wird der Patient mit Rückzug oder Trotz reagieren und es wird zur Missallianz kommen.

Manipulativ wäre ein Therapeut auch, wenn er dem Patienten Schuldgefühle ausreden wollte, um den Patienten zu schonen oder weil er selbst diese nicht nachvollziehen kann, evtl. selbst Schwierigkeiten damit hat. Der Patient würde auf Grund seiner Schuldgefühle sein Leiden fortsetzen. In der IS-TDP wird man versuchen, mit dem Patienten herauszufinden, womit diese Schuldgefühle verbunden sind, um sie dann durchzuarbeiten.

Die Schuldgefühle zu lösen ist der zentraler Fokus in der IS-TDP. Diese werden nicht erlebt werden, wenn sich der Patient manipuliert fühlt.

Von Therapiebeginn an werden in der IS-TDP spezifische Interventionen gegen das Bedürfnis nach Abhängigkeit und Omnipotenz angewandt, um den Patienten auf seine Eigenverantwortung und seinen freien Willen hin zuweisen, was Manipulation verhindert.

Ist die Gefahr nicht groß, dass angepasste, gehorsame Patienten sich in der IS-TDP der Vorgehensweise der Therapie anpassen und „gehorsam wütend werden“, also manipuliert werden? Weiterlesen »

Programmaktualisierung Metapsychologiekurs 1.-3.6.2012, Würzburg

Das Programm des Kurses
Metapsychologie und Technik der IS-TDP nach Davanloo
5. Immersion Course: Diagnostik von Angst, Abwehr und Widerstand
Freitag, Samstag und Sonntag, 1.—3. Juni 2012
in Würzburg
wurde aktualisiert und steht Ihnen ab sofort zum Download bereit:

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